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voll krass
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ist eine
frau ein paarungsbereites weibliches tier?
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warum verkauft
der kaufhof siegburg in der damenabteilung bekleidung für läufige
hündinnen? - beach oder bitch,
das ist hier die frage...
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am 27.06. 2005
besuchte ich meinen freund, herrn kaufhof in siegburg, ich wollte danach
einen alten bekannten, herrn saturn, im obersten stockwerk treffen. da ich den
verlockun-
gen der konsumwelt entsagen und nicht über rolltreppen all die wunderbaren
käuflichen
dinge in mich aufnehmen wollte, suchte ich herrn aufzug auf. der ließ,
das kennt man, auf
sich
warten. diese einkehrzeit nutzte ich zur betrachtung der dämlichen (abgeleitet
von
dame) ausstellungsstücke, die weibliche körper vollendet schmücken
können, denn ich
befand mich neben der damenunterwäsche- und
badebekleidung. mein blick blieb an einem
englischen wort hängen.

nun
ja, das ist überall in mode, Sie kennen das: tiee komm oder tiee mohbeil
und so weiter,
die telekomiker machen es ja vor. das meine aufmerksamkeit erregende wort, bitte
verzeihen
Sie, daß ich es aussprechen muß, aber ich bin der wahrheit verpflichtet,
hieß: bitchwear.
ich staunte und dachte mir: verdammt ehrlich, der herr kaufhof. er bietet den
damen solche
wäsche an, der traut sich was, respekt! beim verlassen des konsumgebäudes
sprach ich eine
verkäuferin irgendeiner abteilung an
und fragte, ob sie wisse, was da verkauft werde. ich
nannte dazu wieder das englische böse wort. die verkäuferin entgegnete:
"ich kann kein
englisch". aha, das war nun geklärt.
abends setzte
ich mich hin und schrieb herrn kaufhof und frau emma eine ihh-mehl. herr kauf-
hof bedankte sich später artig und versprach, das mal zu prüfen.
wie es das leben manchmal fügt oder geradezu erfordert, sah ich mich einen
tag später mit
einem freund wieder vor dem aufzug stehen. das bewußte wort war immer
noch zu lesen.
wieder sprach ich eine verkäuferin an und zeigte ihr das böse wort.
die sagte dann: "ah, da ist
es, wir haben es gestern
abend gesucht und nicht gefunden".
der hinweis war also
angekommen.

aller guten
dinge sind drei und so machte ich mich einen tag später wieder auf. diesmal
be-
waffnet mit meiner dicken tal kamera. natürlich wollte ich sehen, ob ich
das böse wort noch
finden würde. in der tat, so war es. kaum machte ich mich an die arbeit,
bemerkte mich ein
mann mit einem schönen hellblauen hemd.
ob ich denn wüsste, daß so etwas nicht erlaubt sei, er meinte wohl
das fotografieren. "na-
türlich", sagte ich und lächelte ihn unverschämt an.
"ich habe
schon mit der geschäftsleitung darüber gesprochen", log ich dreist.
der nette mann
meinte dazu, daß er selbst ein vertreter der geschäftsleitung sei
und wissen müsse, was vor
sich ginge.
er bat mich nicht mit dem fotografieren aufzuhören, dazu war es auch spät.
ich
hatte meine
bilder schon. um ihn sicherheitshalber zu besänftigen sagte ich, daß
es doch sehr hübsche
mädchen und schöne modeartikel seien.
"ja, die gehen gut, seit wir die im sortiment haben",
sagte der freundliche mensch noch und
entließ mich als einen verschwiegenen freund der bunten dessous. eben
von mann zu mann
hatte er dafür verständnis.
ich zog es vor, diesmal ihm gegenüber das böse wort nicht zu erwähnen,
wunderte mich aber
schon, daß einer, der informiert sein will, es nicht ist. immerhin standen
wir genau vor dem
üblen wort.
ach ja, was bedeutet es? es ist zusammengesetzt aus bitch
und wear. man könnte es frei
übersetzen, das, was eine bitch so trägt oder kleidung für bitches
usw. übersetzen Sie selbst
oder lassen Sie sich helfen.
als mann fühle
ich mich in meinen minderheitsrechten verletzt. warum gibt es
keine aktuelle
männer-sommer-mode vom label "son-of-a-bitch-wear"?

zitat aus
Wikipedia, der freien Enzyklopädie:
Bitch ist das englische Wort für eine
läufige Hündin oder allgemein ein paarungsbereites
weib-
liches Tier. Es wird als Fachwort in der Sprache der Hundezüchter
in diesem Sinne verwendet. Umgangssprachlich existiert eine weitere Bedeutungsebene
als abschätziges Wort für "Frau".
Sprichwörtlich
ist die Floskel son of a bitch, die verwendet wird, um eine männliche Person
auf
dem Umweg über den behaupteten zweifelhaften Lebenswandel der Mutter zu
demütigen.
Unter der zunehmenden
Verbreitung von Anglizismen wird der Begriff im Deutschen immer
häufiger verwendet und verdrängt auch traditionelle originär
deutsche Pejorative wie
Schlampe. zitatende
ich will mich
hier nicht als männlicher frauenrechtler aufspielen, aber wenn man mal
das böse
wort auf der untersten und freundlichsten betrachtungsebene als "schlampenklamotten"
de-
finiert, dann ist es immer noch dreist genug, solche artikel anzubieten. was
viel schlimmer ist?
daß die frauen es nicht merken und unkritisch kaufen. oder sie merken
es und sie lieben es.
dazu fällt mir dann nur noch ein song der "ärzte" ein: "manchmal,
aber nur manchmal..." .
die volldarstellung liefert jede suchmaschine.