die beerdigung
am
09.02.2007 machte ich mich auf den weg nach etzbach bei altenkirchen. auf einer
anhöhe,
unterhab derer der friedholf liegt, im bild rechts außen, hatte ich eine
wunderbare aussicht.
hier muß jürgen in jungen jahren radeln gewandelt, fahrrad oder moped
und später auto
gefahren sein. kurz vor 14 uhr war der parkplatz vor der trauerhalle gut gefüllt,
und ich wun-
derte mich, warum vor dem gedenkraum leute standen. warten die bereits auf die
nächste
beerdigung, fragte ich mich.
irgendwann winkte mir dagmar zu und ich trat in den raum,
der überfüllt war. etliche trauer-
gäste mußten stehen. darum die anderen draußen. ich stand knapp
hinter der eingangstür.
ich sah zwei kerzenleuchter mit je vier kerzen, einige grüne bäumchen,
blumen, kränze und
ein bild von jürgen, auf dem man ihn vor einem mikrophon fotografiert hatte.
das gefiel mir.
ich stellte mir vor, daß jürgen mit uns allen sprach. ich sprach
in gedanken mit ihm.
nach einiger zeit trat ein organist ein und begann eine
traurige weise zu spielen. dann kam
aus einem nebenraum die pfarrerin, an der mir ihr langer pferdschwanz auffiel.
es war still
im raum. niemand sprach. wohl angemessen für eine beerdigung, aber jürgen
als lebender
hätte sich zumindest mal geräuspert bei so einem anlaß oder
nach innen gelächelt.
die pfarrerin erzählte einiges aus jürgens leben, auch, daß
er bach gemocht habe. darum
spielte dann zum abschluß des stillen gedenkens der organist noch etwas
bach und die urne
wurde zur bestattung hinausgetragen. jeder konnte der urne noch einige blümchen
hinter-
her werfen.
ich legte meine blumen neben das grab und drei räucherstäbchen aus
indien, die noch von
der indienreise mit jürgen stammten. ich ließ seiner mutter das päckchen
da und bat sie,
wenn sie mal zum friedhof ginge, ab und zu eines anzuzünden, das würde
jürgen mögen.
ich beschloß, an seinem geburtstag wiederzukommen.
nach der zeremonie wurde noch zum kaffee in eine dorfschänke gebeten.